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Gemeinsam gegen Blutkrebs: 180 neue Registrierungen bei DKMS-Aktion an der Universität Hohenheim

Zwölf Social-Media-Posts, zahlreiche E-Mails, zwei Radiointerviews, Sponsorengespräche, Helferkoordination und viele Wochen Vorbereitung: Hinter der DKMS-Typisierungsaktion an der Universität Hohenheim stand weit mehr als ein einzelner Aktionstag. Das Ergebnis: 180 neue potenzielle Stammzellspender wurden am 20. Mai auf dem Campus registriert.

Wenn studentisches Engagement Leben retten kann.

Alle zwölf Minuten erhält in Deutschland ein Mensch die Diagnose Blutkrebs. Für viele Patient ist eine Stammzellspende die einzige Chance auf Heilung. Gleichzeitig findet noch immer nicht jede betroffene Person rechtzeitig eine passende Spenderin oder einen passenden Spender.

Genau hier setzt die Arbeit der DKMS an: Je mehr Menschen als potenzielle Stammzellspender registriert sind, desto größer ist die Chance, weltweit passende genetische Zwillinge zu finden.

Mit diesem Ziel vor Augen entstand die Idee, eine Typisierungsaktion an der Universität Hohenheim durchzuführen. Gemeinsam mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) organisierte das Junior Business Team e.V. eine öffentliche Registrierungsaktion auf dem Campus. Unterstützt wurde die Initiative durch die Schirmherrschaft von Rektor Prof. Dr. Christoph Schneider.

Von der Idee zur Umsetzung: Projektmanagement mit gesellschaftlichem Mehrwert

Was von außen wie ein vierstündiger Aktionstag wirkt, begann bereits viele Wochen zuvor. Denn die Organisation einer solchen Veranstaltung erfordert weit mehr als die Reservierung eines Raumes und die Kommunikation eines Termins.

In enger Abstimmung mit der DKMS wurden Abläufe geplant, Verantwortlichkeiten verteilt, Sponsoren angesprochen, Helfer koordiniert und Kommunikationsmaßnahmen entwickelt. Dabei zeigte sich schnell: Eine erfolgreiche Aktion lebt von klarer Organisation, verlässlicher Zusammenarbeit und der Fähigkeit, unterschiedliche Stakeholder einzubinden.

Ein zentraler Erfolgsfaktor war die Frage, wie möglichst viele Menschen auf dem Campus und darüber hinaus erreicht werden können. Neben Social-Media-Beiträgen, Hochschulkommunikation und interner Mobilisierung wurden Fachschaften, Hochschulgruppen und studentische Initiativen eingebunden. Zusätzlich trugen Radiointerviews, unter anderem bei DASDING, dazu bei, das Thema über den Campus hinaus sichtbar zu machen.

Gerade solche Projekte zeigen, was studentisches Engagement leisten kann: Nicht jede Anfrage führt sofort zu einer Zusage, nicht jede Idee lässt sich eins zu eins umsetzen und nicht jeder Plan funktioniert auf Anhieb. Doch durch Ausdauer, Teamarbeit und viele einzelne Beiträge entsteht am Ende eine Wirkung, die deutlich größer ist als die Summe ihrer Teile.

Der Aktionstag: Aufklärung, Austausch und 180 neue Registrierungen

Am 20. Mai 2026 war es schließlich so weit: Zwischen 10 und 14 Uhr konnten sich Studierende, Mitarbeitende und Besucher der Thomas-Müntzer-Scheuer über das Thema Stammzellspende informieren und direkt vor Ort registrieren lassen.

Die Registrierung selbst dauerte nur wenige Minuten. Mithilfe eines Wangenabstrichs wurden die notwendigen Proben entnommen, die anschließend von der DKMS ausgewertet werden.

Besonders erfreulich war die hohe Resonanz auf dem Campus. Viele Menschen nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, sich über den Ablauf einer möglichen Stammzellspende zu informieren oder persönliche Erfahrungen mit dem Thema zu teilen.

Eine Beobachtung fiel dabei besonders auf: Zahlreiche Personen, die vor Ort angesprochen wurden, waren bereits bei der DKMS registriert. Das zeigt, dass die Aufklärungsarbeit der vergangenen Jahre Wirkung entfaltet und das Bewusstsein für Stammzellspenden – insbesondere unter jungen Menschen – deutlich gestiegen ist.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass weiterhin Informationsbedarf besteht. Viele kannten die DKMS zwar grundsätzlich, wussten jedoch wenig über die konkreten Voraussetzungen oder den Ablauf einer Registrierung. Genau deshalb sind Aktionen wie diese so wichtig: Sie schaffen Sichtbarkeit, bauen Hemmschwellen ab und machen aus Interesse konkretes Handeln.

Wirkung, die über den Aktionstag hinausgeht

Am Ende des Tages standen 180 neue Registrierungen. Jede einzelne davon bedeutet eine zusätzliche Chance für Patientweltweit, einen passenden genetischen Zwilling zu finden.

Doch der Erfolg der Aktion lässt sich nicht allein an dieser Zahl messen. Ebenso wertvoll waren die vielen Gespräche, die erhöhte Aufmerksamkeit auf dem Campus und die Reichweite, die durch Studierende, Beschäftigte, Fachschaften, Hochschulgruppen und Medienpartner entstanden ist.

Denn auch Menschen, die bereits registriert waren oder die Voraussetzungen aktuell nicht erfüllen, tragen durch ihre Aufmerksamkeit dazu bei, das Thema weiterzutragen. Gesellschaftlicher Impact entsteht nicht nur durch unmittelbare Ergebnisse, sondern auch durch langfristige Sensibilisierung.

Ein Projekt, das nur gemeinsam möglich war

Eine Aktion dieser Größenordnung lebt von den Menschen und Organisationen, die sie unterstützen.

Unser besonderer Dank gilt allen 180 Personen, die sich vor Ort registrieren lassen haben und damit möglicherweise eines Tages einem anderen Menschen eine zweite Chance auf Leben schenken.

Ebenso bedanken wir uns bei allen Helfern des Junior Business Teams und des AStA, die den Aktionstag vorbereitet, begleitet und möglich gemacht haben.

Ein großes Dankeschön geht außerdem an die zahlreichen Fachschaften, Hochschulgruppen und Unterstützer, die unsere Beiträge geteilt und die Aktion sichtbar gemacht haben.

Besonders freuen wir uns über die Unterstützung unserer Sponsoren Ritter Sport, T-Systems International, SET Management Consulting und Horváth. Ihre Beiträge haben geholfen, die Aktion erfolgreich umzusetzen und den Teilnehmenden einen positiven Rahmen zu bieten.

Gesellschaftliche Verantwortung als Teil unserer Vereinskultur

Die inzwischen vierte durch das JBT organisierte DKMS-Aktion reiht sich für uns in eine Vielzahl von weiteren Initiativen ein, mit denen wir als Junior Business Team gesellschaftliche Verantwortung übernehmen möchten. Neben sozialen Aktionen engagieren wir uns regelmäßig in Pro-Bono-Projekten und unterstützen Organisationen dabei, Herausforderungen mit unserer Beratungsleistung zu bewältigen.

Für uns endet studentisches Engagement nicht an der Universität oder beim fachlichen Austausch. Wir verstehen gesellschaftliche Verantwortung als festen Bestandteil unseres Handelns – innerhalb unserer Projektarbeit ebenso wie darüber hinaus.

Weitere Informationen zu unserem gesellschaftlichen Engagement finden Sie auf unserer Seite zu Corporate Social Responsibility: 

https://www.studentische-beratung.de/corporate-social-responsibility/

Engagement, das bleibt

Auch nach dem Aktionstag bleibt das Thema relevant. Was viele nicht wissen: Jede Registrierung verursacht Kosten von rund 50 Euro, die von der DKMS vollständig durch Spenden finanziert werden. Registrierungen und Spenden sind daher gleichermaßen wichtige Bausteine im Kampf gegen Blutkrebs.

Für uns als Junior Business Team war dieses Projekt weit mehr als eine organisatorische Herausforderung. Es hat gezeigt, wie viel erreicht werden kann, wenn Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen, Netzwerke aktivieren und ihre Fähigkeiten für eine gute Sache einsetzen.

180 neue Registrierungen sind ein starkes Ergebnis. Noch wichtiger ist jedoch die Botschaft dahinter: Engagement kann Wirkung entfalten – und manchmal sogar lebensrettend sein.

Jetzt selbst als Spender registrieren.

Die DKMS finanziell unterstützen.

Autor & Projektverantwortung
Der Artikel wurde verfasst von Tobias Eglseder, Mitglied des Junior Business Team e.V. und Initiator sowie organisatorischer Verantwortlicher der DKMS-Typisierungsaktion an der Universität Hohenheim.