Im Zuge der europäischen NIS-2-Richtlinie wollte die KWA Contracting AG ihre Informationssicherheitsorganisation strukturiert weiterentwickeln und regulatorisch belastbar aufstellen. Zuvor erfolgte ein Wechsel des IT-Dienstleisters sowie eine umfassende Modernisierung der IT-Infrastruktur. Diese Veränderungen machten eine Neubewertung der bestehenden Sicherheitsstrukturen erforderlich.
Unabhängig hiervon verfolgte die KWA das Ziel, Informationssicherheit als integralen Bestandteil der Unternehmenssteuerung zu etablieren. Die Absicherung geschäftskritischer Prozesse, der Schutz sensibler Daten sowie die Resilienz gegenüber Cyberrisiken sollten als strategischer Wert verstanden und nachhaltig verankert werden. Hierfür wollte man kein ISMS „von der Stange“ einführen, sondern ein System entwickeln, das auf die konkrete Unternehmensrealität der KWA zugeschnitten ist.
Ziel des Projekts war der strukturierte Aufbau und die Implementierung eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) nach BSI-Standards als übergeordnetem Rahmenwerk. Dabei sollten sowohl die Anforderungen der NIS-2-Richtlinie adressiert als auch eine belastbare Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Informationssicherheit geschaffen werden.
Im Mittelpunkt stand die klare Differenzierung, welche Anforderungen, Maßnahmen und Steuerungsmechanismen für die KWA tatsächlich relevant und angemessen sind. Es sollte ein praxisnahes, handhabbares und unternehmensspezifisches System entstehen, das in die bestehenden Governance- und Organisationsstrukturen integriert ist. Neben der formalen Dokumentation standen insbesondere die tatsächliche Umsetzbarkeit sowie klare Verantwortlichkeiten im Fokus.
Die KWA Contracting AG verfügt nun über ein strukturiertes, dokumentiertes und praxistaugliches Informationssicherheitsmanagementsystem nach BSI-Standard.
Durch die Kombination aus regulatorischer Orientierung, unternehmensspezifischer Differenzierung und operativer Umsetzbarkeit wurde eine nachhaltige Sicherheitsarchitektur geschaffen. Das Unternehmen ist damit nicht nur auf die Anforderungen der NIS-2-Richtlinie vorbereitet, sondern verfügt über eine belastbare Grundlage zur langfristigen Stärkung seiner digitalen Resilienz.